Seminar – Beziehungsorientierte Arbeit mit Kindern & Jugendlichen

Beziehungsorientierte und Sexualpädagogische Arbeit mit Kindern & Jugendlichen
Beziehungsorientierte Pädagogik in der Praxis
Beziehungsorientierte Pädagogik unterstützt Fachkräfte dabei, tragfähige Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen, Orientierung zu geben und Entwicklung zu fördern. Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Beziehungen, um sich sicher zu entwickeln, sich auszuprobieren und ihren Platz in der Welt zu finden. Gleichzeitig erleben viele junge Menschen Unsicherheiten, Überforderung, Leistungsdruck oder familiäre Belastungen. Diese Herausforderungen können die Selbstregulation und die Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung beeinträchtigen.
Fachkräfte aus Kita, Schule, Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsstellen stehen daher vor der Aufgabe, Orientierung zu geben, Grenzen zu setzen und gleichzeitig eine Atmosphäre zu schaffen, in der Vertrauen wachsen kann. Beziehungsorientierte Pädagogik bietet hierfür einen wertvollen Ansatz, der junge Menschen ernst nimmt, ihre Würde achtet und ihre Entwicklung stärkt.
Diese Fortbildung vermittelt praxisnahe Grundlagen einer beziehungsorientierten Pädagogik und zeigt, wie Erwachsene auch in herausfordernden Situationen präsent, klar und handlungsfähig bleiben können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Fachkräfte Kindern und Jugendlichen Halt geben können, ohne Druck oder Macht auszuüben. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Haltung, lernen neue Perspektiven auf Konflikte kennen und entwickeln Strategien für den professionellen Umgang mit herausforderndem Verhalten. Ebenfalls werden Grundlagen der Sexualpädagogik vermittelt, um einen guten Umgang mit ihrem eigenen Körper zu bekommen und Grenzen selbst benennen zu können.
Die Fortbildung verbindet Trauma und Sexualpädagogische, systemische und traumasensible Ansätze miteinander. Sie zeigt, wie Beziehung als sicherer Rahmen wirkt, wie klare Grenzen Orientierung geben und wie Erwachsene durch Präsenz, Sprache und Haltung Einfluss nehmen können. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Räume zu eröffnen, in denen sie sich gesehen, verstanden und gehalten fühlen.
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die ihre Kompetenzen in der beziehungsorientierten Pädagogik erweitern möchten.
Angesprochen sind Mitarbeitende aus Kitas, Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, Jugendzentren sowie weiteren pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Inhalte eignen sich sowohl für erfahrene Fachkräfte als auch für Menschen, die ihre pädagogische Haltung weiterentwickeln möchten.
Inhalte der Fortbildung
Grundlagen und Haltung
- Grundlagen der Sexualpädagogik/Sexuelle Bildung
- Grundlagen der beziehungsorientierten Pädagogik und Psychoedukation
- Bedeutung von Präsenz, Klarheit und Verlässlichkeit
- Persönliche Sprache & Werteklärung: Wie spreche ich wenn es schwierig wird?
- Methoden für gelingende Interaktion & Beziehungsgestaltung
- Konfliktlösungsstrategien im pädagogischen Alltag
- Reflexion eigener Muster
- Meine eigene Aufklärungsbiografie
Arbeitsformen
Die Fortbildung kombiniert theoretische Impulse mit praxisnahen Methoden. Zum Einsatz kommen Rollenspiele, praktische Übungen, Fallarbeit, Selbstreflexion, Austausch in Kleingruppen sowie kurze fachliche Inputs. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, eigene Fragestellungen einzubringen und konkrete Handlungsstrategien für ihren Berufsalltag zu entwickeln.
Organisatorisches
Referenten
Rüdiger Brandt – Trauma Pädagoge, Traumazentrierter Fachberater, Sexualpädagoge, EMDR-Coach
und
Maren Stuckstedte – Erzieherin und Sexual Pädagogin
Termin
25.09.2026 – 26.09.2026
Seminargebühr
345 € pro Person inklusive Verpflegung
Teilnehmerzahl
Maximal 13 Personen
Veranstaltungsort
SicherRaum – Zentrum für Trauma & Sexualpädagogik
Schillerstraße 39
54329 Konz
Warum diese Fortbildung?
Beziehungsorientierte Pädagogik & Sexualpädagogik/Sexuelle Bildung gewinnt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zunehmend an Bedeutung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, steigender Belastungen und wachsender Anforderungen benötigen junge Menschen Erwachsene, die Orientierung, Sicherheit und Verlässlichkeit vermitteln können.
Diese Fortbildung bietet Fachkräften die Möglichkeit, ihre pädagogische Haltung zu reflektieren, neue Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen und ihre Beziehungskompetenz/ Sexualpädagogische Kompetenz nachhaltig zu stärken. Durch die Verbindung von beziehungsorientierter Pädagogik, Sexuelle Bildung und traumasensiblen Ansätzen entsteht ein praxisnahes Konzept für den professionellen Alltag in Kita, Schule, Jugendhilfe und Beratung.
